L'Arte d' Improvisazione
Italienische Improvisationspraxis im Frühbarock
Lucia Mense - Blockflöte
Katja Dolainski - Blockflöte, Gambe
Klaus Mader – Laute, Theorbe
Natalia Spehl - Cembalo
Würde man heute eine Umfrage starten mit der Frage: „Welchen
Musikstil verbinden Sie mit dem Wort: Improvisation?“, so
bekäme man bestimmt überwiegend die Antwort
„Jazz“.
Doch mit der hohen Kunst der Improvisation und Verzierung
beschäftigen sich die Musiker nicht erst seit Charlie Parker und
Miles Davis. Bereits vor 400 Jahren (und früher) beschritten die
Musiker die freien Pfade. Musiker wie Girolamo Frescobaldi (1583-1643)
verstanden es auf ihre teils ganz persönliche Art, bekannte
Tänze, Madrigale und Melodien zu verzieren und über sie zu
improvisieren. Glücklicherweise haben wir heute viele Zeugnisse
dieser alten Kunst, so hinterließ z.B. Girolamo dalla Casa
(15?-1601) das Traktat “Il vero modo di diminuir” ,Venedig
1584. In diesem Konzert erklingt Musik, die sich voller Poesie in
scheinbar endlosen Melodien verliert und plötzlich in
temperamentvollster Lebensfreude, variantenreich und
übermütig, entlädt.
Andrea Falconieri (1585-1656)
L´Eroica
Girolamo dalla Casa (bis 1601) „Ben qui si mostra il ciel“
B. de Selma y Salaverde (1613-1638) Vestiva i colli
Girolamo Frescobaldi (1583-1643) La Bergamasca
Marco Uccellini (1603-1680)
La Bergamasca
Anon.
Anchor
che cor partire
Giovanni Bassano (1560-1617)
La Rose
Tarquinio Merula (1594- 1664) La Pighetta
Diego Ortiz (1510- 1570)
Recercada ottava
Andrea Falconieri (1585-1656)
Folias echa para mi senora Dona
Tarolilla de
Carallenos

